Olaf Scholz als Kanzler wäre ein Sicherheitsrisiko für Deutschland

Hamburg sei eine Stadt, „in der man nicht damit rechnen muss, dass es sehr viel islamistischen Extremismus gibt“, sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in einer ZDF-Doku über die Terror-Drahtzieher von 9/11.

 

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Zu der Zeit, als sich in den USA mit 9/11 der größte Terror-Anschlag des Politischen Islams ereignete, war Olaf Scholz Innensenator von Hamburg und damit für die Sicherheit der Stadt zuständig. Dass er, wie auch die dortigen Polizeibehörden, Verfassungsschützer und Geheimdienstmitarbeiter, über das große Netzwerk von militanten Islamisten hinwegsah, das sich jahrelang auf die Krönung ihres „Werft Schrecken die Herzen der Ungläubigen“ vorbereitete, ist schon schlimm genug.

Die Terror-WG in der Marienstraße 54, wo sich 28 gewaltbereite radikale Moslems regelmäßig trafen, die „Islam AG“ in der Technischen Universität Hamburg, in der sich die Terrorpiloten und ihre Helfer austauschten, sowie die Al-Quds-Moschee, in der sich Mohammed Atta & Co weiter radikalisierten, blieb völlig unter dem Radar der SPD-geführten Hansestadt.

Aber dass SPD-Mann Scholz auch ein Jahr nach den Anschlägen diese große Gefahr weiterhin unverantwortlich herunterspielte, ist völlig verantwortungslos und sogar brandgefährlich. 2002 war bereits absolut klar, dass Hamburg die zentrale Operationsbasis für 9/11 darstellte. Andreas Lohmeyer, der damalige Leiter der Soko Rasterfahndung, teilte mit, dass es in Hamburg schon vor 9/11 ein „relativ großes Netzwerk an islamistisch orientierten Menschen“ gegeben habe. Also nicht nur die knapp 30 der Terror-WG, sondern „drumherum Menschen, die in verschiedenen Rollen als Finanzier, Statthalter, Organisator, Passbesorger für dieses Netzwerk eine Rolle gespielt haben“. Dieses Netzwerk sei „ziemlich weitreichend und sehr umfassend“ gewesen. In der ZDF-Dokumentation „9/11 – Verschwörung in Hamburg – Die Geheimnisse der Terrorzelle“ sind seine Aussagen ab Minute 9:10 zu sehen.

Aber Olaf Scholz wollte von all diesen höchst besorgniserregenden Erkenntnissen nichts wissen. Es hätte „keine große Gemeinschaft von militanten Extremisten“ gegeben, „nur ganz wenige“. Hamburg sei eine Stadt, „in der man nicht damit rechnen muss, dass es sehr viel islamistischen Extremismus gibt“ (ab Minute 38:30 in der ZDF-Doku).

Aber nicht nur beim radikalen Politischen Islam wurde zu der Zeit in Hamburg unter Scholz weggesehen. Die Hansestadt war ein hervorragendes Biotop für Kriminalität jeglicher Art, so dass es sehr vielen Hamburgern „zu bunt“ wurde. „Richter Gnadenlos“ Ronald Schill wurde mit einem klaren Programm für konsequente Kriminalitätsbekämpfung nur 12 Tage nach 9/11 mit einem erdrutschartigen Wahlergebnis von null auf 19,4 Prozent Zweiter Bürgermeister und löste auch Olaf Scholz als Innensenator ab. Dies nahmen viele Einwohner erleichtert zur Kenntnis, da sie sich in ihrer Stadt einfach nicht mehr sicher fühlten.

Gerne sah Scholz auch in seiner Zeit von 2011 bis 2018 als Erster Bürgermeister und SPD-Vorsitzender von Hamburg beim linksextremistischen Terror weg. 2017 ignorierte er sämtliche Warnungen vor hunderten von gewalttätigen Linksradikalen, die aus ganz Europa zum G20-Gipfel in die Hansestadt reisten. Scholz verglich diesen Gipfel von der Sicherheitsherausforderung allen Ernstes mit dem Hafengeburtstag und versicherte, dass man es in der Stadt gar nicht merken werde, wenn er vorbei sei. Eine verhängnisvolle Fehleinschätzung. Während Scholz mit Merkel, Trump und Putin in einem Konzert in der Elbphilharmonie hockte, begannen im alternativen Hamburger Schanzenviertel die schlimmsten Ausschreitungen, die die Stadt je erlebt hatte. Über 700 verletzte Polizisten, neun davon schwer, konnten sich bei „ihrem“ Bürgermeister bedanken.

Diese katastrophale Einstellung zur Bedrohung der Inneren Sicherheit durch Linksextremismus und Politischen Islam ist bei der SPD ideologisch fest verwurzelt. Bis heute leugnet diese Partei die große Gefahr des Terrors, der vom Politischen Islam ausgeht. So fehlen im SPD-Bundestagswahlprogramm die Begriffe „Islamismus“, „Islamistischer Terror“ und „Politischer Islam“ komplett. Ganz im Gegenteil – vielmehr will man die sogenannte „Islamfeindlichkeit“ bekämpfen.

Unter Olaf Scholz als Bundeskanzler würde demzufolge diese Terrorbedrohung weiter ignoriert werden, womit die Innere Sicherheit immensen Schaden erleiden wird. Massenflutungen von zumeist moslemischen „Flüchtlingen“ aus vielfach fundamental-islamischen Ländern werden dann noch mehr willkommen geheißen, statt sie als existentielle Bedrohung für unsere freiheitliche Demokratie einzuschätzen und sie unter allen Umständen zu verhindern.

Derzeit sieht es aber genau nach einem solchen SPD-Kanzler aus. Der größte Teil der Bevölkerung bevorzugt unter den drei armseligen Kandidaten dann doch eher diese SPD-Figur. Als größtes Problem wird der Klimawandel angesehen. Der Zeitgeist schreit offensichtlich nach Rot-Grün-Dunkelrot.

Vielleicht ist es aber auch besser, wenn der Karren mit Anlauf in den Dreck fährt. Erst dann kann aus der Katastrophe eine neue Politik mit gesundem Menschenverstand entstehen. Und vielleicht mutiert die Union in der Opposition dann auch nach dem Vorbild Österreichs in eine türkise Partei, die sich dann möglicherweise auch an die AfD annähert. Union-AfD-FDP als Gegengewicht zum sozialistischen Block von SPD-Grünen-Linken.

Man wird ja nochmal träumen dürfen..


Michael Stürzenberger

 

Am 27. September beginnt die afghanische Massenimmigration

Die Luftbrücke zwischen Islamabad und München wird kommen, ganz gleich, was uns die Politiker vor der Wahl weismachen wollen.

Von LEO | „Wir haben keine Veranlassung, über eine neue Flüchtlingswelle zu diskutieren“, erklärte Friedrich Merz jüngst bei Maybrit Illner. Er hätte  auch sagen können: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“. Denn bereits am Tag nach der Bundestagswahl, am 27. September, wird die Umvolkungsindustrie jede Zurückhaltung fallen lassen und loslegen. Dann werden die Flieger abheben nach Pakistan, Usbekistan, Turkmenistan und dort Afghanen einsammeln. Die Luftbrücke zwischen Islamabad und München wird kommen, ganz gleich, was uns Typen wie Friedrich Merz vor der Wahl weismachen wollen.

Dass uns die politische Elite im Moment noch zu beschwichtigen versucht und ständig betont, 2015 werde sich in den kommenden Wochen und Monaten nicht wiederholen, hat einen ganz einfachen Grund: Die AfD soll bei der anstehenden Wahl möglichst wenig Stimmen bekommen. Und da eine Diskussion über die uns drohende afghanische Massenimmigration der AfD viele Wähler zutreiben würde, soll dieses Thema partout aus dem Wahlkampf herausgehalten werden. In diesem Punkt sind sich die Kartellparteien und die Medien einig, und diese gemeinsame Verschworenheit, die sich ankündigende afghanische Massenimmigration auf keinen Fall zum Thema zu machen, merkt man dem „Wahlkampf“ ja auch an.

Aber kaum wird die Wahl vorüber sein – und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche -, wird man die Millionen holen und dann ganz unschuldig behaupten: „Das haben wir vorher leider nicht kommen sehen“. Genau wie man auch 2015 behauptet hat, man sei von den eindringenden Massen völlig überrascht gewesen, obwohl die Bilder junger Männer, die in Mazedonien Züge Richtung Deutschland stürmten, schon Monate vorher im Internet abrufbar waren.

Genau wie 2015 wird es auch diesmal laufen. Die Routen für die Schlepper sind längst festgelegt. Es geht wie immer über die Türkei und auf einer Nebenstrecke über Weißrussland. Die Grenze nach Griechenland ist so offen wie eh und je, die Grenze nach Polen ist bis auf wenige notdürftig gesicherte Kilometer überwiegend frei passierbar. Die Medien drücken bereits wieder auf die Tränendrüse und zeigen uns traurige Kinderbilder: Wir sollen uns schon mal losheulen. Und auch die „Herrschaft des Unrechts“ gilt immer noch: Das Asylrecht, wonach es laut Grundgesetz kein Asyl bei Einreisen über EU-Länder gibt, wird von unserem Willkürstaat wieder gebrochen. Nichts also wird die einströmenden Massen aufhalten, und wem der Landweg zu weit ist, wird halt per Flugzeug geholt.

Und weil diese Sachlage allen Beteiligten glasklar ist, scharrt die Umvolkungsindustrie in Deutschland bereits mit den Füßen. Geld soll wieder in der Kasse klingeln, Kirchen und NGOs wollen wieder Profite  machen. Nach der mauen Corona-Zeit kommen die Millionen aus Afghanistan jetzt genau richtig. Unterkünfte stehen leer und müssen gefüllt werden, sonst rechnet sich die Investition nicht. Wie in jeder Industrie geht es auch in der Umvolkungsindustrie um Stückzahlen: Tausend Afghanen, zehntausend Afghanen, hunderttausend Afghanen, Millionen Afghanen – je mehr Masse, desto geringer werden die Fixkostenanteile und desto mehr Profite gibt es für NGOs und Kirchen.

Die Macht des Geldes wird deshalb auch dafür sorgen, dass diese Millionen in jedem Fall kommen werden. Schon jetzt wird auf allen Ebenen Druck gemacht: Milliarden über Milliarden an Steuergeld gilt es umzuleiten in die Kassen der NGOs und Kirchen, da hängt sich der Herr Pfarrer sogar selbst ans Telefon. Jeder, der mit dieser Industrie jemals näher zu tun hatte, weiß, wie dort kalkuliert wird, wieviel Raffgier in dieser Industrie herrscht, von ganz unten bis ganz oben. Und jeder weiß auch, wieviel Korruption, direkte und indirekte, mit der deutschen Asylindustrie verbunden ist.

Noch-Innenminister Horst Seehofer hat nicht zufällig von fünf Millionen Afghanen gesprochen: Mit diesen fünf Millionen Afghanen wird bereits gerechnet. Diese fünf Millionen sind bereits fest eingebucht in den Budgets, endlich kann man wieder Planstellen schaffen für die alten Kumpels, endlich kann man sich das hübsche Häuschen leisten. Die Sektkorken knallen schon.

Gewartet wird nur noch auf den Tag der Bundestagswahl. Bis dahin gilt: Keine Debatten über dieses Thema, alles abstreiten, keine schlafenden Hunde wecken. Der Bürger wird eingelullt mit Klima, Klima, Klima. Auf den letzten Metern bloß keinen Stimmenzuwachs für die AfD. Nur darum geht es: Die Opposition kleinhalten und den Wahlbürgern Sand in die Augen streuen, damit sie nicht so genau hinsehen, was da auf sie zukommt. Nur deshalb wird uns bei Maybrit Illner erklärt: „Wir haben keine Veranlassung, über eine neue Flüchtlingswelle zu diskutieren“. Alles Lüge!

Denn im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für das große Manöver. Und am Tag nach der Wahl, am 27. September, werden die ersten Flieger in Frankfurt auf die Startbahn rollen, gleich früh morgens. Dann geht es los.

http://www.pi-news.net/2021/09/am-27-september-beginnt-die-afghanische-massenimmigration/

DEUTSCHLANDPOLITIK GEZ-Verweigerer Thiel aus Erzwingungshaft entlassen

Der GEZ-Verweigerer Georg Thiel ist am Dienstag nach  181 Tagen aus der Erzwingungshaft entlassen worden. Ein Ende hat der GEZ-Wahnsinn jedoch noch lange nicht.

Nach sechs Monaten Erzwingungshaft wurde der GEZ-Verweigerer Georg Thiel am Dienstag aus der Haft in der Justizvollzugsanstalt im westfälischen Münster entlassen. Thiel wurde von Unterstützern empfangen.

Thiel hatte sich der Zwangzahlung des Rundfunkbeitrags verweigerte, weil er, so seine Begründung, die Dienste nicht nutze und auch kein Empfangsgerät habe. Die Zwangsgebühren beim WDR beliefen sich schlussendlich auf 651,30 Euro. Der Sender ging juristisch gegen den Mann aus Borken vor. Seit dem 25. Februar 2021 saß der Technische Zeichner im Gefängnis in Münster und das volle 181 Tage am Stück ein. Die Maximalhaftdauer die im „Rechtsstaat“ Deutschland für dieses „Verbrechen“ verhängt werden darf. Offizieller Haftgrund war im Fall Thiel übrigens die Verweigerung der Vermögensauskunft im Zuge des Vollstreckungsverfahrens, nicht die Nicht-Zahlung des Rundfunkbeitrags.

Mit einem halben Jahr Erzwingungshaft wegen ausstehender GEZ-Gebühren lässt es der WDR indes nicht bewenden. Laut der Welt kündigte der öffentlich-rechtliche Rundfunk an, den „Fall entschlossen weiterzuverfolgen, auch, weil man das Verhalten von Thiel als unsolidarisch gegenüber den anderen Beitragszahlern empfinde“.

Wörtlich hieß es in der zusammengegderten Stellungnahme: „Alle Bürger*innen, Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls in Deutschland leisten einen Beitrag, damit jeder vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk profitieren kann.“

Szenenwechsel: Im vergangenen Monat kam ein afghanischer Kinder-Vergewaltiger – der 23-jährige „Flüchtling“ Khodai R. hatte ein 11-jähriges behindertes Mädchen schwer sexuell missbraucht und sich an einer 13-Jährige vergangen – zum zweiten Mal auf Bewährung frei. (SB)

Wahlkampf an der Realität vorbei: Fünf Mythen, an die wir besser nicht glauben sollten

picture alliance / dpa/Symbolbild

Autor  (WirtschaftsKurier)

VW schafft die Wurst ab. Der Konzern bedient damit einen Trend, den eine Mehrheit der Menschen im Land nicht nachvollziehen kann. VW verhält sich wie jene Politiker, die uns eine Wirklichkeit vorgaukeln, die es gar nicht gibt. Hier sind die fünf Mythen, an die wir besser nicht glauben sollten.

Der Wahlkampf – langweilig. Die Themen – sie zünden nicht. Die Kandidaten – sie werden an Nebensächlichkeiten gemessen. Die eine hat ihren Lebenslauf geschönt, der andere hat gelacht, wo es nichts zu lachen gab. Was ist los vor einer Bundestagswahl, von der eines zumindest klar ist: Die Kanzlerin tritt ab, und Kontinuität wird es dieses Mal nicht geben?

Es liegt an den Themen, die die Parteien und ihre Kandidaten bearbeiten. Sie sind falsch gewählt, weil sie an der Lebenswirklichkeit der Menschen soweit vorbeizielen, wie die Schüsse der deutschen Fußballnationalmannschaft aufs gegnerische Tor. Es sind fünf Mythen, die die Wahlkämpfer vor sich hertragen, die aber an der Realität der Menschen vorbeigehen.

Mythos eins: Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer

Politiker von Grünen, SPD und Linken sowieso liebäugeln mit der Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Ihre Analyse fußt beispielsweise auf dem jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vom Frühjahr, wonach seit Mitte der 80er Jahre der Anteil der armen Haushalte angestiegen ist und die Schicht der Wohlhabenden ebenfalls zugelegt hat. Die Mittelschicht hingegen schrumpfe gewaltig. Corona soll das Problem noch verschärft haben.

Doch die Vorstellung einer aktuell steigenden Vermögensungleichheit hält einer empirischen Überprüfung nicht stand, stellt beispielsweise Maximilian Stockhausen vom Institut der Deutschen Wirtschaft fest. Seit Ende der 2000er Jahre gebe es keine nennenswerte Veränderung der Nettovermögensungleichheit in Deutschland. Wirklichkeit und Wahrnehmung klafften auseinander. Stockhausen geht in der Geschichte weit zurück und stellt fest: Der Anteil, den das obere eine Prozent der Haushalte am Gesamtvermögen hielt, ist zwischen 1895 und 2017 von rund 45 Prozent auf nur noch etwas mehr als 25 Prozent gesunken. Seit Ende der 2000er Jahre hat er sich fast nicht verändert.

Auch Corona hat die Mehrheit der Deutschen nicht ärmer gemacht. Im Gegenteil. In Summe sind die Deutschen so reich wie noch nie. Laut Schätzungen der DZ Bank ist das Geldvermögen der Bundesbürger auf mehr als sieben Billionen Euro angestiegen, weil viele in der Pandemie, als Restaurants und Geschäfte geschlossen und Reisen verboten waren, deutlich mehr Geld gespart haben. Die Sparquote ist laut Zahlen des Statistischen Bundesamts von 10,9 Prozent 2019 auf 16,3 Prozent im vergangenen Jahr emporgeschnellt. Mehr als 100 Milliarden Euro haben Privathaushalte laut Berechnungen der DZ Bank zusätzlich zurückgelegt.

Mythos zwei: Der Klimawandel verändert die Lebensgewohnheiten

Der Elektromobilität soll vor dem Hintergrund des Klimawandels der Weg geebnet werden. Gewaltige Prämien und Steuerersparnisse werden denen in Aussicht gestellt, die sich ein Auto mit Elektromotor anstelle eines Verbrenners vor die Tür stellen. Grünen-Co-Chef Robert Habeck fordert eine Quote für E-Autos. Durch die Bank weg sind sich Politiker einig, Benzin und Diesel durch eine massive Erhöhung der CO2-Steuer verteuern zu wollen. Wer ins Flugzeug steigt gilt als Umweltfrevler. Kurzstreckenflüge werden aussterben, ist die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock überzeugt.

Das Gegenteil stimmt: Zwar wächst der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen, aber er ist überschaubar im Vergleich zur Gesamtzahl: 88 Prozent aller neu auf die Straße gebrachten Autos waren im Juni mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet. Hohe Preise, eine schlechte Ladeinfrastruktur und mangelnde Reichweiten sind der Grund dafür, dass die Käufer sich zurückhalten. Eine Politik, die darauf keine Rücksicht nimmt, geht an der Lebenswirklichkeit der Deutschen spurlos vorüber – und hat zweifelhafte Folgen, wie eine aktuelle Studie der Deutschen Bank darstellt: „Die CO2-Vermeidungskosten können die Schwelle von 1000 Euro pro Tonne übersteigen; im Emissionshandel liegen sie lediglich bei gut 50 Euro pro Tonne. Damit genügt das aktuelle regulatorische Förderregime nicht den Kriterien der ökonomischen Effizienz und der ökologischen Effektivität“, schreiben die Autoren zur Förderung der Elektromobilität. Deutschland könnte seine Klimaziele demnach billiger erreichen. „Zu den direkten Kaufprämien, die der Staat für Elektroautos gewährt, kommen weitere fiskalische Effekte während der Nutzung hinzu. Sie resultieren aus geringeren Steuereinnahmen“, heißt es in der Deutsche Bank Research-Studie.

Auch das Fliegen lassen sich die Deutschen nicht austreiben. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt ist das Passagieraufkommen mit Einsetzen der Ferien um bis zu 20 Prozent gewachsen. Die Auslastung des Ryanair-Billigflieger steigt parallel mit der Impfquote und lag bereits im Juni bei auskömmlichen 72 Prozent. Außerhalb unseres Landes gibt es das Wort „Flugscham“ sowieso nicht. In den USA gilt weiter das Credo: höher, schneller, weiter. So bestellte die Fluglinie United Airlines jüngst 15 Überschalljets beim US-Startup Boom Supersonic und sorgt damit gleichsam für die Wiedergeburt der Concorde.

Mythos drei: Deutschland besitzt die modernste Energieversorgung

Bei der Energieversorgung setzt Deutschland auf regenerative Energie. Und was Sonne und Wind nicht liefern, soll auf gar keinen Fall durch einen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke kompensiert werden. „Im neuen Stromsystem bilden regenerative Energien die Grundlage“, heißt es im Wahlprogramm der Grünen. Die CDU glaubt, dass die Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien „neue Möglichkeiten für Export, Beschäftigung und Wachstum“ eröffnet.

Tatsache ist: Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft steht Deutschland allein da. China plant in der nächsten Dekade 44 neue Nuklear-Anlagen. Russland folgt mit 24 AKW-Bauprojekten, Indien mit 14. Selbst Japan will nach dem Unfall von Fukushima den Anteil des Atomstroms am Energiemix von heute sechs auf 22 Prozent steigern. Der französische Präsident Emmanuel Macron ist überzeugt: „Unsere ökologische und energetische Zukunft hängt auch von der Kernenergie ab.“ Frankreich erzielt rund 80 Prozent seiner benötigten Stromproduktion aus der Atomkraft.

Großbritannien hat einen „Aktionsplan zur Entkarbonisierung“ ausgearbeitet, der den Bau neuer Mini-Atomreaktoren vorsieht. 15 dieser von Rolls-Royce geplanten Reaktoren mit einer Kapazität von 440 Megawatt – genug um eine Großstadt  zu versorgen – sollen in den kommenden neun Jahren ans Netz gehen. Und auf der anderen Seite des Atlantiks setzt US-Präsident Joe Biden ebenfalls auf die Kernenergie. Im Wahlkampf hatte er sich für den Bau von kleineren und mobilen Mini-Reaktoren ausgesprochen. In Kalifornien arbeiten derzeit gut 50 Start-ups an der Entwicklung neuer Nukleartechnologien. Experten sprechen schon vom Nuclear Valley, in Anspielung an das Silicon Valley.

Mythos vier: Die Currywurst ist passé

VW hat werbewirksam darauf hingewiesen, dass die Currywurst aus der Kantine verbannt wird. Die Grünen haben eine Tierwohlabgabe in ihr Programm aufgenommen. Thomas Kutschaty, SPD-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, bekennt sich bei seiner Sommertour über Biohöfe als Vegetarier. Tatsächlich ist es mit den Vegetariern so, wie mit den E-Auto-Chauffeuren: Es werden zwar mehr, aber sie sind deutlich in der Minderheit. Laut Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums aus dem Mai geben 90 Prozent der Menschen in Deutschland an, regelmäßig Fleisch zu essen, zehn Prozent bezeichnen sich als Vegetarier, ein Prozent als Veganer.

Deswegen wächst nach wie vor der Fleischkonsum. Laut Prognosen von Ernährungsorganisationen wird der Pro-Kopf-Verbrauch von 42,4 Kilogramm pro Person in diesem Jahr auf weltweit 43,7 Kilogramm Fleisch im Jahr 2030 steigen. Das meiste Fleisch verbrauchen die Bewohner von reichen Industrieländern wie Deutschland. Rügenwalder Mühle hat etwa die Hälfte seines Umsatzes von rund 230 Millionen Euro mit vegetarischen Produkten erwirtschaftet, der Umsatz des deutschen Fleischkonzerns Tönnies lag im Jahr 2020 bei sieben Milliarden Euro. Nebenbei: VW hat die Currywurst deswegen nur in einer von mehreren Kantinen vom Speiseplan gestrichen.

Mythos fünf: Wer Diversität ernst meint, muss gendern

Fast alle Parteien überbieten sich in der geschlechterneutralen Sprache. Sie machen Studenten zu Studierenden und Zuhörer zu Zuhörenden. Wo das nicht geht, wird das große „I“ im Wort verwandt, um zu betonen, dass immer Männer und Frauen gemeint sind. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben Nachrichtensprecher diese Ausdrucksweise bereits übernommen.

Die Wirklichkeit ist so: Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen eine gendergerechte Sprache ab. 65 Prozent der Bevölkerung halten nichts von einer stärkeren Berücksichtigung unterschiedlicher Geschlechter, wie jüngst eine Befragung von Infratest Dimap ergab.

Mit zunehmender Penetranz von offizieller Seite wächst die Ablehnung sogar: Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Genderverweigerer noch bei 56 Prozent gelegen. Auch unter den Frauen, deren Rolle durch die gendergerechte Sprache aufgewertet werden soll, überwiegt die Ablehnung. Sie stieg von 52 auf 59 Prozent. Und selbst unter den Anhängern der Grünen herrscht Unentschlossenheit: 48 Prozent sind gegen die Gendersprache; 47 Prozent dafür. Bei den SPD-Anhänger sind 57 Prozent dagegen, die Anhänger der Union finden zu 68 Prozent das Gendern falsch; noch größer ist die Ablehnung bei Anhängern der Linken mit 72 Prozent, der FDP mit 77 und der AfD mit 83 Prozent.

Fazit: Politik muss vorausdenken. Wenn sie dabei aber eine komplett andere Richtung einschlägt, als sie die Menschen im Land gehen, verliert sie die Bodenhaftung. Sie wirkt unverständlich – oder eben ein bisschen langweilig, weil sie die Menschen bei ihren wirklichen Themen nicht mehr abholt. Für das Kreuzchen bei der Bundestagswahl im September gilt für die Bürger:in: Nicht von den plakativen Themen blenden lassen, sondern genau überlegen, wem man die Stimme gibt.

https://www.focus.de/finanzen/bundestagswahl-2021-mythen-im-wahlkampf-oder-warum-vw-die-currywurst-doch-nicht-abschafft_id_13576259.html

Höchst brisant: Offener Brief an Frau* Georgine Kellermann vom WDR

Sehr geehrte Frau* Kellermann,

Sie fühlen sich von einem meiner Posts persönlich angefasst. Glauben Sie mir, beinahe NICHTS liegt mir ferner, als Sie persönlich anzufassen. Ich kenne Sie nicht persönlich und ich lege auch keinen Wert darauf – was, wenn ich das Ihrer emotionalen Antwort richtig entnehme, auf Gegenseitigkeit beruht. Das ist ausdrücklich mehr als in Ordnung für mich.

Aber zurück zum Ausgangspunkt. Ich teilte ein öffentliches Foto von Ihnen sowie den Tweet, um den es jetzt gerade geht (siehe unten im nachfolgenden Screenshot). Sie schrieben mir daraufhin eine angepiekste, emotionale Ansage zurück.

(Screenshot:Twitter)

Kann man machen, muss man aber nicht machen, denn: Lesen Sie noch einmal genau, was ich schrieb. Es fand de facto kein Angriff meinerseits auf ihre Person oder ihr schneeflockiges, buntmutiges, wokes Regenbogenego statt. Zumal ich selbst die Möglichkeit eines Fakes vorwegnahm.

Sie setzten jedoch sogar noch nach und schrieben, eine Entschuldigung fänden Sie angebracht, Sie würden diese jedoch nicht annehmen:

Oh, wie gemein! Also jetzt bin ich ganz und gar untröstlich. Zur Buße stelle ich mich ab sofort unter jeden echten Regenbogen, den ich irgendwie fotografisch einfangen kann, und fange gleich damit an:

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