Antichristen im Bundestag lehnen AfD-Anträge gegen Christenverfolgungen ab

Christenverfolgung (Bild: shutterstock.com/Von Tacio Philip Sansonovski)

Der Bundestag hat am Donnerstag mit großer Mehrheit mehrere Anträge der AfD abgelehnt, die sich mit der weltweiten Christenverfolgung beschäftigen. Das Parlament stimmte ebenso geschlossen gegen einen „Bundesbeauftragten zur Bekämpfung von Christenfeindlichkeit in Deutschland“….

Der Bundestag hat am Donnerstag erstmals über drei Anträge beraten, die die AfD-Fraktion zur Bekämpfung der Verfolgung von Christen eingebracht hat. So forderte die AfD in einem Antrag, einen Bundesbeauftragten zur Bekämpfung von Christenfeindlichkeit in Deutschland zu berufen (19/25311). In einem zweiten Antrag verlangt sie, die Christenverfolgung in Nigeria zu ächten und „Menschenrechte für alle Nigerianer“ (19/25310) zu stärken. In einem dritten Antrag dringt sie darauf, den Druck auf die Regierung in Islamabad zu erhöhen, um die Christenverfolgung in Pakistan zu stoppen (19/25309).

In Deutschland seien Christen und insbesondere zum Christentum konvertierte Geflüchtete massiver Bedrohung ausgesetzt, betont die AfD. Die AfD sah ihre Vorstöße als geboten an, da weltweit 260 Millionen Christen in 50 Staaten verfolgt würden, wie der Abgeordnete Anton Friesen in der Debatte betonte. Doch nicht nur in Ländern wie Nigeria und Pakistan, sondern auch in Deutschland mache sich „eine erschreckende Christenfeindlichkeit breit“, so Friesen. Zwischen 2010 und 2019 habe es 1.731 Angriffe oder Beschädigungen in Kirchen oder Friedhöfen gegeben.

Gegen den Antrag der AfD, eine Bundesbeauftragten zur Bekämpfung von Christenfeindlichkeit in Deutschland zu berufen, stimmten die Regierungsfraktionen CDU/CSU, die SPD, sowie die angebliche Opposition aus Grünen, der FDP und der Linken.

In besonders perfider Weise äußerte sich hierzu die angeblich „Christlich“ Demokratische Union (CDU) in Gestalt von Martin Patzelt. Der vermeintliche „Christ“- Demokrat hält es für falsch, einen Christenbeauftragten sozusagen über „die anderen zu stellen“ und bezieht sich auf die Enzyklika „Nostra Aetate“. Daraus leitet Patzelt ab, dass jeder Versuch, die Christenheit herauszuheben, besonders zu schützen und als besonders darzustellen, ein Irrtum sei. Noch viel mehr: er hält den Antrag der AfD für „gefährlich“, weil eine solche Handlungsweise die alten Gräben vertiefe.

„Wir schämen uns dafür und sagen: Unsere Vorfahren, unsere Eltern haben es nicht besser verstanden“, so der CDU-Abgeordnete, der dann – jegliche historische Grundlagen ignorierend – in diesem Zusammenhang an die Kreuzzüge wie auch an den Dreißigjährigen Krieg erinnert. Patzelt steigert sich noch dahingehend, dass er zitiert: „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten …“ Wir sollten uns diesem Gedanken wirklich widmen. Es ist bald Weihnachten“.

Tatsächlich sind Christen die weltweit am stärksten verfolgte Religionsgruppe- derzeit herrscht die größte Christenverfolgung aller Zeiten. Nach aktuellen Schätzungen sind in den 50 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung rund 260 Millionen Christen einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt. Und auch in Deutschland gibt es – aufgrund einer unverantwortlichen muslimischer Massenmigration – Christenverfolgung. In Deutschland kommt es, in Asylunterkünften zu religiös motivierten Übergriffen auf christliche Flüchtlinge durch Muslime. Eine besondere Gefährdungslage ergibt sich für die christlichen Flüchtlinge im Ramadan. Eine weitere gefährdete Gruppe stellen die Konvertiten dar.

Alan Posener, das gute Gewissen bei der „Welt“, befindet, dass die AfD mit ihrem Antrag „Inquisition“ spiele und bewundert in seinem Welt-Kommentar die Gegenreden der Altparteien in der Bundestagsdebatte als „Sternstunde“. Ihm habe es richtiggehend Spaß gemacht, den „kenntnis- und geistreichen Einlassungen der Abgeordneten aus allen Parteien zuzuhören – außer jenen der AfD“. (SB)

https://www.journalistenwatch.com/2020/12/18/antichristen-bundestag-afd/