Krokodilstränen nach Paris: Die Linken haben Verrat an der Aufklärung geübt!

Islamisierung (Foto:Symbolbild)

Nach der Enthauptung des Geschichtslehrers Samuel Paty durch einen Islamisten bei Paris herrscht auch in Deutschland Götzendämmerung bei zumindest einem Teil der politischen (Salon-)Linken, die neuerdings reumütig in Sack und Asche gehen – und den eigenen Reihen eine zumindest partielle Mitschuld an der staatlichen Blindheit gegenüber den überall in Westeuropa inzwischen fest zementierten islamistischen Strukturen geben. Wie glaubwürdig diese Selbstkritik ist, wird sich zeigen.

Denn bisher sind es allenfalls vereinzelte prominente Stimmen der aus SPD und Ex-SED, die überhaupt so etwas wie ein Problembewusstsein zeigen. Nachdem der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer der politischen Linken eine zentrale Mitschuld an an der Ausbreitung des radikalen Islams in Europa gegeben und einen „Islam-Linksextremismus“ angeprangert hatte, hatte immerhin SPD-Vize Kevin Kühnert, Posterboy des Linksflügels der Sozialdemokratie, in einem „Spiegel“-Gastbeitrag ein „Muster“ eines „unangenehm auffälligen Schweigens“ ausgemacht, das beendet werden müsse.

Dass Kritik an Islamfaschismus, religiösem Fundamentalismus, salafistischem Eifer und dschihadistischem Terror auch in Deutschland gerne als „Islamophobie“ diffamiert wird und aus grundfalsch verstandener Toleranz seit Jahren vom deutschen Linksstaat alles getan wird, um muslimische Gegengesellschaften zu fördern, galten im dominierenden Mainstream der veröffentlichten Meinung schon zur Zeit der Anschlägen vom 11. September als typisch „ausländerfeindliche“, „rechtsextreme“ und vor allem „islamophobe“ Topoi, seit 2015 mit zunehmender Unerbittlichkeit. Nun stehen, nach Paris und auch der Messerattacke von Dresden, die Fürsprecher dieser absehbaren und tödlichen Nebenwirkungen von „Multikulti“ erneut vor den Trümmern ihrer Ideologie. Wieder einmal hat die Linke die Aufklärung verraten.

Selbstkritik bei Bartsch und Kühnert – auch bei ihrer Parteibasis? 

Da fühlt sich sogar der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, zu einer Abgrenzung bemüßigt – obwohl, wie der „Spiegel“ schreibt (dem Bartsch ein Interview zum Thema gab), „manche Genossen immer wieder wegen mangelnder Distanz zu islamistischen Gruppen in Erklärungsnöte geraten“. Erstaunlich luzide räumt der Politiker darin ein: „Wenn es um rechten Terror geht, sind wir Linken zurecht sehr konsequent. Wir stellen strukturelle Fragen und fordern unmissverständlich Konsequenzen. Die Reaktionen auf solche Wahnsinnstaten wie in Frankreich oder Dresden sind dagegen in der politischen Linken leider manchmal weit weniger eindeutig“. Man höre und staune.

Und auch dass Positionen oft deshalb nicht ausgesprochen würden, weil sie sich so anhören wie „von rechts“ oder als Wasser auf AfD-Mühlen dienen könnten, sei ein Problem. Es dürfe, so Bartsch, keine unterschiedlichen Maßstäbe mehr geben. Die Frage, die auch er allerdings nicht beantwortet, ist doch die: Wieso muss immer erst etwas passieren, bevor zumindest eine taktische Einsichtigkeit an den Tag gelegt wird (von der ohnehin anzunehmen ist, dass sie von den meisten Linken in ihrer hartnäckigen Realitätsverweigerung weiterhin nicht geteilt wird)?

Hartnäckige Realitätsverweigerung

In Frankreich ist, unter dem Schock der Ermordung des Lehrers, die Debatte zum Glück schon ein gutes Stück weiter – obwohl auch dort jede Umkehr vermutlich zu spät kommen wird. Immerhin wird dort jetzt wenigstens auch solche Stimmen Gehör geschenkt, deren Warnungen jahrelang in den Wind geschlagen und abgekanzelt wurden: Etwa die des ehemaligen Inspektors der französischen Schulaufsichtsbehörde, Jean-Pierre Obin. Dieser hatte bereits im 2004 einen alarmierenden Bericht über die Gefahr des Islamismus vorgelegt; „die Politik hat ihn damals ignoriert“, schreibt die „Welt„, die Obin diese Woche interviewte.

2018 hatte der inzwischen pensionierte Beamte ein Buch über die Unterwanderung von Frankreichs Schulen veröffentlicht („Wie wir den Islamismus in die Schulen gelassen haben“ – ein als „Weckruf“ gedachtes Werk, das sich, so die Zeitung, nach Patys Enthauptung durch einen jungen Tschetschenen „wie eine düstere Prophezeiung“ liest. Was Obin in unverhohlener Bitterkeit über die islamophile Appeasement-Politik seines Landes schreibt, trifft eins zu eins auch schon auf Deutschland zu: „Wir ernten heute die Früchte unserer Versäumnisse.“ (DM)

https://www.journalistenwatch.com/2020/10/25/krokodilstraenen-paris-die/

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