81 JAHRE JUNG UND UNVERBIEGBAR Heinos Zigeunerleben bleibt weiterhin lustig

Heino stellt klar: „Im Restaurant werde ich auch weiterhin mein Zigeunerschnitzel bestellen.“

Von MANFRED ROUHS | Man kann Heino lieben oder hassen, aber eines kann man nicht: ihm Untreue nachsagen. Sein jüngstes Album mit deutschen Volksliedern trägt den denkbar unzeitgemäßen Titel: „Teure Heimat“. Und wenn unsere Enkel und Urenkel einmal fragen, ob am Beginn des 21. Jahrhunderts tatsächlich alle Deutschen verrückt waren, werden wir durchaus auf Gegenbeispiele verweisen können. Heino gehört zweifellos dazu.

Hätte dies noch eines Beweises bedurft, dann wäre er durch ein Interview erbracht worden, das die „Bild“-Zeitung im Oktober 2020 mit Heino geführt hat und bei dem es um die aktuellen, politisch korrekten Veränderungen im deutschen Sprachgebrauch geht. Mit dem Begriff „Zigeuner“ geht der Barde demnach gelassen um:

„Ich verstehe nicht, warum man Zigeunersauce plötzlich nicht mehr so nennen darf. Als hätten wir in Deutschland keine anderen Probleme! Ich werde auch weiterhin Lieder wie ,Lustig ist das Zigeunerleben‘ singen. Oder soll ich jetzt ,Lustig ist das Paprikaleben ungarischer Art‘ singen? Will man die berühmte Operette ,Der Zigeunerbaron‘ von Johann Strauss jetzt in ,Der Sinti und Roma Baron‘ umbenennen? Das macht für mich keinen Sinn.“

Nach der Einschätzung des 81-jährigen Düsseldorfers war und ist der Begriff „Zigeuner“ eindeutig nicht diskriminierend gegenüber Landfahrern oder, wie man heute sagt, Sinti und Roma:

„Wir haben tolle Feste gefeiert und wenn ich meine Zigeunerlieder sang, hat sich keiner am Begriff ,Zigeuner‘ gestört. Im Gegenteil!“

Und Heino stellt klar: „Im Restaurant werde ich auch weiterhin mein Zigeunerschnitzel bestellen.“

http://www.pi-news.net/2020/10/heinos-zigeunerleben-bleibt-weiterhin-lustig/

 

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