„Es geschehen noch Zeichen und Wunder“

Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte veröffentlichen Sie meinen folgenden Leserbrief. Wie inzwischen üblich, werden Sie wohl auch dieses Mal meiner Bitte nicht nachkommen. Sei´s drum.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Eugen Kaiser
Am Flachsberg 11
55618 Simmertal
Tel.: 0 6754 1482

Als Antwort auf meinen Leserbrief vom 7.6. erhielt ich von der Rhein-Zeitung

die folgende Nachricht:

An: CM-Leserbriefe
Betreff: Leserbrief
Gesendet: Freitag, 7. Juni 2019 08:10:43 (UTC-08:00) Pacific Time (US & Canada)

wurde am Montag, 10. Juni 2019 18:49:27 (UTC-08:00) Pacific Time (US & Canada) ungelesen gelöscht.

Der Leserbrief:
Zum Kommentar von Christian Kunst zum Wahlausgang in Dänemark und der Lage der Sozialdemokratie in Europa und Deutschland
„Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Die in weiten Teilen Europas darniederliegenden Sozialdemokraten können noch Wahlen gewinnen“. So der Kommentar von Christian Kunst in der heutigen RZ. Dass die Sozialdemokraten in Dänemark einen großen Wahlsieg eingefahren haben, ist ein Zeichen, ein Wunder ist es mitnichten. Bezeichnend hingegen ist der Eiertanz des Kommentators, der sich verbal dreht und windet,  um vom unübersehbaren großen Elefanten inmitten des Raums abzulenken. Die dänischen Sozialdemokraten haben aus einem einzigen Grund die Wahl gewonnen: Sie haben sich, im totalen Kontrast zu ihrer deutschen Schwesterpartei, weder der Einsicht, das besagter Elefant dort, wo er steht, nicht bleiben kann, noch der Diskussion darüber verweigert, wie man ihn denn dort wegbekommt.
Mit einem ganzen Maßnahmenbündel haben die dänischen Sozialdemokraten in der Einwanderungs- und Asylpolitik eine 180° Wende vollzogen, die aus ihrer späten, wenn auch nicht zu späten Erkenntnis gewachsen ist, dass Staat und Gesellschaft ein „weiter so“ eben „nicht schaffen“ und ihr Auseinanderbrechen droht, falls sie hier nicht entschieden gegensteuern.
Und der Wähler, insbesondere der „kleine Mann“ hat diese (notwendige) Kehrtwende mit einer überwältigenden Zustimmung belohnt,  in der Gewissheit, dass gerade und nur er es ist, der die Hauptlast einer unverantwortlichen Einwanderungspolitik mit verheerenden Folgen für das gesellschaftliche und soziale Gefüge innerhalb eines demokratischen Staates westlicher Prägung trägt.
Die Sozialdemokratie in unserem Land hingegen verweigert sich hartnäckig den Realitäten und verkennt in ihrer unglaublichen Vermessenheit und Arroganz die Wirkmächtigkeit dieses existenziellen Problems.  Sie läßt ihre ehemalige Wählerklientel, den „kleinen Mann“ nicht nur allein  im sprichwörtlichen Regen stehen, nein, sie verhöhnt ihn noch obendrein, indem sie ihm Wahrnehmungsstörungen attestiert und ihn, gemeinsam mit ihrem Regierungspartner, dreist und skrupellos mit neuen Steuern plündert, ihm gar mit Enteignung seines Wohneigentums droht. Und, als sei das alles noch nicht genug, traktiert und kujoniert sie den Bürger mit schikanösen und absurden „Umweltlauflagen“, verbietet ihm das Fahren auf den Straßen, die er mit seinen Steuergeldern bezahlt hat, um dann aus allen Wolken zu fallen, wenn dieser ihm bei Wahlen seine Zustimmung verweigert.  „Hochmut kommt vor dem Fall“, diese Weisheit bewahrheitet sich im katastrophalen Absturz einer ehemals stolzen Volkspartei mit einst 46% Zustimmung auf inzwischen magere 13% in  Umfragen und weiterem Abwärtstrend. Außer den noch verbliebenen Genossen hingegen wundert das niemanden im Land.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .