Messermord in Worms

Leserbrief an die RZ
Im Kommentar „Schockierende Reaktionen“ in der heutigen RZ vergleicht der Autor die Ermordung einer Frau in Neuhofen, mittels zweier Kopfschüsse durch einen Mann, mit dem Mordfall in Worms, bei dem eine 21jährige mithilfe eines „langen Küchenmessers“, mit 10 bis 15 Stichen in Rücken, Hals, Lunge und Hände von einem kriminellen tunesischen Asyberwerber auf unvorstellbar grausame Weise getötet wurde. Was man bisher weiß, ist in beiden Fällen lediglich, dass die Frauen schrecklichen Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Wärend der Kommentator im Fall Neudorf, „…der Beschuldigte (ist) ein Deutscher“, von „normalen“ Reaktionen in der Öffentlichkeit schreibt, beklagt er im Wormser Fall, „…der Beschuldigte (ist) ein Tunesier“,  eine in Gang kommende „unwürdige Erregungsspirale“. Namentlich benennt er dabei die AfD, die eine friedliche Mahnwache plant. Und kennt auch schon deren Motive, „…die die AfD-Organisatoren offenbar! haben“ – sie „instrumentaliseren“ mal wieder.

Nein, Herr Kuhlen, beide Fälle sind mitnichten vergleichbar. Taten, wie in Neuhofen, lassen sich nicht „verhindern“. Auch nicht mit „Diskussionen“, wie sie schreiben. Morde gab es schon immer in unserem Land. Damit werden wir auch zukünftig leben müssen. In „Neuhofen“ ist es das Verbrechen eines unserer Landsleute. Ganz anders im Wormser Mordfall. Dort hat ein krimineller und vorbestrafter „Schutzsuchender“, einer, der hätte abgeschoben werden müssen, der sich illegal in unserem Land aufhält, eine junge Frau bestialisch umgebracht, eine Frau, die noch am Leben wäre, würde unser Staat konsequent handeln. Er, unser Staat, unsere Regierung, trägt die Mitschuld an diesem Verbrechen. Ganz anders in Neuhofen. Den dortigen Mord hätte unser Staat, selbst mit dem besten Willen, nicht verhindern können.
Mit Blick auf die Wormser Bluttat ist auch „eine in Gang kommende Erregungsspirale“ keineswegs, wie der Autor schreibt, „unwürdig“. Sie ist stattdessen menschlich verständlich, zwangsläufig und die unvermeidliche Konsequenz aus einem fortwährenden und offensichtlichen Staatsversagen, dem schon eine Vielzahl von Menschen in unserem Land zum Opfer gefallen sind, ohne dass sich danach auch nur das geringste geändert hätte. Und gerade auch nach dem jüngsten Wormser Fall muss der gesamte Themenkomplex brutaler Ausländergewalt auf die politische Agenda – dringendst! Wenn nicht jetzt, wann dann? Wieviele Menschen in unserem Land müssen denn noch Opfer einer unverantwortlichen Regierungspolitik werden, bevor sich diese wieder der ihr obliegenden Aufgabe, dem Schutz seiner Bürger, annimmt?
Karl-Eugen Kaiser