Umsturzversuch mit Knüppeln und Luftgewehr

„Ihr Ziel war der Umsturz des Rechtsstaats“, so ein Zitat aus der RZ zur Festnahme „mutmaßlicher Rechtsterroristen aus Chemnitz“. Dem Bericht zufolge hatten die Festgenommen die Absicht,  einen größeren Anschlag am Tag der Deutschen Einheit zu verüben und wollten demnach Ausländer, politisch Andersdenkende, Parteienvertreter sowie Medienrepräsentanten angreifen. Ihr Vorhaben wurde durch die Polizei vereitelt, die die 7 Männer der sogenannten „Revolution Chemnitz“ am Montag festnahmen. Soweit in aller Kürze das spektakuläre Geschehen im Chemnitz des 01.10.. Aus den Presseberichten ergeben sich für den aufmerksamen Leser eine Reihe von Fragen, die nachdenklich stimmen und Zweifel an der medial befeuerten Dramatik des Ereignisses wecken. 
Die  (mutmaßliche) Terrorgruppe hat sich nach Presseverlautbarungen erst im September gegründet, ihr Anführer sitzt bereits seit zwei Wochen hinter Gittern. Somit kann man sie wohl als „kopflos“ bezeichnen. Keine guten Voraussetzungen für einen derartigen „Umsturz“. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der „Terroristen“ fand man „mehrere Schlagstöcke und ein Luftgewehr“. Und, wie weiter zu vernehmen war, wollten (!) sie sich halbautomatische Waffen besorgen. Nach Polizeiangaben sollen sie „noch keinen detaillierten Plan“  für den beabsichtigen Anschlag gehabt haben. Ziemlich knapp kalkuliert für einen zwei Tage später stattfinden sollenden „Umsturz“. Das gilt auch für die Besorgung der „halbautomatischen Waffen“, derer man ja auch noch irgendwie habhaft werden mußte, sollte der „Umsturz“ gelingen. Mit Schlagstöcken und einem Luftgewehr ausgerüstet, hätte man sicherlich nicht den beabsichtigen „Erfolg“ herbeigeführen können. 
Zweifelsohne sind das alles suboptimale Voraussetzungen einer als Laientruppe erkennbaren „Terrorvereinigung“, welche die Absicht zum Kapern unseres Rechtsstaats, mutmaßlich, verfolgte. Eine Gefahr für den Rechtsstaat stellte sie durch den offensichtlichen Dilletantismus, gepaart mit maßloser Dummheit, gegenüber hochprofessionellem Sicherheitspersonal zu keiner Zeit dar. Das wäre auch die Bankrotterklärung eines wehrhaften Staates gegenber solchen Chaoten. Man sollte diese Irren in die Psychiatrie einweisen und zur Tagesordnung übergehen, statt die sprichwörtliche Maus zum Elefanten hochzustilisieren und sich damit dem Verdacht geschürter Panikmache mit fragwürdigen Zielen aussetzen.