Schande für Deutschland

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17. Dezember 2014

Auch ich war gestern eine „Schande für Deutschland“

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Von Wolfgang Hübner

Offener Brief an den Bundesjustizminister in Berlin

Sehr geehrter Herr Bundesjustizminister,

wenn ich Medienberichten glauben darf (was allerdings mir von Tag zu Tag schwerer fällt), dann haben Sie die Dresdner Volksinitiative PEGIDA und ihre montäglichen Aktionen als „Schande für Deutschland“ bezeichnet. Am gestrigen Montag nun habe ich die weite Fahrt von Frankfurt am Main nach Dresden nicht gescheut, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen, was es mit dieser „Schande für Deutschland“ auf sich hat.

Ich war erst einmal erstaunt, ja überwältigt, dass über 15.000 Frauen und Männer trotz Kälte, Dunkelheit und einem weitab der wunderschön wiedererstanden Dresdner Altstadt gelegenen Treffpunkt ihre grundgesetzlich garantierten Rechte auf Versammlungs-, Meinungs- und Redefreiheit an einem ganz normalen Werktag wahrgenommen haben. Ich wurde dann Zeuge einer niemals aufwieglerischen, geschweige denn extremistischen Kundgebung und eines absolut friedlichen Spaziergangs von vielen tausend Bürgerinnen und Bürgern zum Ort der Abschlusskundgebung.

Für diese bislang größte Veranstaltung von PEGIDA hätte es keines einzigen der in großer Zahl in Bereitschaft stehenden Polizeibeamten aus Sachsen und anderen Bundesländern bedurft – so wenig wie bei allen PEGIDA-Montagsaktionen in den Wochen zuvor. Aber Sie wissen ja selbst sehr genau, dass die Polizei nur deshalb so massiv Dienst leisten musste, weil auch gestern wieder die Gefahr von Blockaden und Gewaltaktionen seitens linker und linksextremer Kräfte gegen die Teilnehmer von PEGIDA bestand.

Herr Bundesminister, ich habe mich gestern Abend in Dresden verdammt wohl und bestens aufgehoben gefühlt unter all den Frauen und Männern aus unserem Volk und auch aus dem Ausland, die ein machtvolles Zeichen gegen Islamisierung, Asylmissbrauch, Sozialabbau und Kriegstreiberei gesetzt haben. Selbstverständlich konnte ich mir nicht über jeden der über 15.000 Teilnehmer selbst ein Bild machen. Aber ich traf zum Beispiel ein Ehepaar mittleren Alters, das aus Erfurt kam, weil das Ehepaar die Medienberichte und nicht zuletzt Ihre Äußerung über PEGIDA empörend genug fand, um sich auf den abendlichen Weg nach Dresden zu machen. Dieses Ehepaar erzählte mir, schon 1989 in Leipzig dabei gewesen zu sein, als erst der Ruf laut wurde „Wir sind das Volk!“, und dann „Wir sind ein Volk!“. Auch gestern riefen die Menschen im mächtigen Chor „Wir sind das Volk!“ Ich habe das übrigens mitgerufen und war gerne eine Stimme in diesem Chor der um unser Land besorgter Menschen.

Ich gestehe also ganz offen, Herr Minister, dass ich gestern Abend in Dresden auch Teil dieser „Schande für Deutschland“ war. Und wissen Sie was, Herr Minister: Ich bin stolz darauf, einer von PEGIDA gewesen zu sein. Denn dort waren die Bürgerinnen und Bürger, die nicht verleugnen wollen, Deutsche zu sein und Deutsche in Deutschland bleiben zu wollen. Dort war die sogenannte ‚schweigende Mehrheit‘, die nicht mehr schweigen will. Und dort waren die Bürgerinnen und Bürger, die arbeiten, Steuern bezahlen und damit auch Ministergehälter finanzieren.

Nicht gesehen und nicht begegnet bin ich gestern Abend in Dresden vermummten Gewalttätern, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Aber die treiben sich bei Aktionen von PEGIDA auch nur auf Seiten derer herum, die für Gegenkundgebungen sogenannter „breiter gesellschaftlicher Bündnisse“ die besseren Plätz und die geneigteren Medien beanspruchen können. Machen wir es kurz, Herr Minister: Ich habe niemanden gesehen oder gehört, der Anlass gab, von einer „Schande für Deutschland“ zu reden.

Was ich hingegen erlebt habe und wofür ich sehr dankbar bin, war diese Freude für Deutschland. Allerdings werden Sie diese Freude mit mir und den über 15.000 von Dresden nicht teilen wollen. Aber das, Herr Minister, ist mir und immer mehr Menschen in unserem Land inzwischen auch völlig egal. Denn wir haben den Eindruck, dass Politiker wie Sie samt weiten Teilen des politischen und medialen Machtblocks in Deutschland drauf und dran sind, die wahre Schande von Deutschland zu werden.

Nächsten Montag werden in Dresden bei PEGIDA Weihnachtslieder gesungen und Kerzen angezündet. Ich erlaube mir, Herr Minister, schon heute mal eine Kerze für Ihren so bedauernswert getrübten Realitätssinn anzuzünden.

Mit bürgerlichen Grüßen Ihr Wolfgang Hübner

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