„VW spart massiv in Russland“

„VW spart massiv in Russland“ und „Gewinne der Bauern brechen“ ein, so die Headlines zweier Berichte in Ihrer Ausgabe vom 09.12. Sie schreiben von „politischen Barrieren beim Export nach Russland“ im Hinblick auf den russischen Einfuhrstopp von Agrarprodukten aus Deutschland und einer „tiefen Wirtschaftskrise…in Russland“, die den Absatzmarkt für Autos dort um rund 34%, andere Quellen sprechen von 43%, haben einbrechen lassen.

Das eine ist eine unmittelbare Folge der von den USA und der EU verhängten Sanktionen gegen Russland, das andere eine mittelbare Auswirkung infolge der damit einhergehenden wirtschaftlich-finanziellen Schwierigkeiten mit denen dieses Land seitdem zu kämpfen hat. Auf Anordnung von Obama und mit Unterstützung von Kanzlerin Merkel werden nun wohl die EU-Staaten, falls nötig mit entsprechendem Druck, der anstehenden Entscheidung über die Verlängerung dieser verhängnisvollen „Strafmaßnahmen“ gegen Russland im Jan. 2016 zustimmen. Was wird damit bezweckt? Welches Ziel soll damit erreicht werden? Will man Russland wirtschaftlich schwächen um es dann politisch in die Knie zu zwingen? Locken, mal wieder, der Rohstoffreichtum und die Weiten Russlands? Ist ein Regime-Change geplant?

All das wird nicht gelingen: das russische Volk steht unverbrüchlich hinter seiner Regierung und diese hat bereits vielerlei Konsequenzen gezogen, z. B. indem es sich  auf seine eigene Kraft besinnt und sich andere Partner sucht, gesucht hat. Deutschland als bislang wichtigster Handelspartner in der EU mit Russland ist größter Verlierer bei diesem sinnlosen Spiel. Als exportabhängige Nation und gleichzeitig angewiesen auf Energie- und Rohstofflieferungen aus Russland setzt unsere Regierung in Jahrzehnten gewachsene Wirtschaftsbeziehungen leichtfertig aufs Spiel, bringt Industrie und Handel um heiss erkämpfte Absatzmärkte, die wohl für immer verloren sein werden, riskiert von Öl- und Gaslieferungen abgeschnitten zu werden und zerstört mühselig aufgebautes politisches Kapital und Vertrauen welches  Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Völker in Europa in. Nach Euro-Rettungs-Debakel, andauernder Sparerenteignung, mißglückter Energiewende, unkontrollierter Masseneinwanderung in Verbindung mit der Brüskierung unserer europäischen Freunde und eben diesem verhängnisvollen Wirtschaftskrieg gegen Russland muß  Kanzlerin Merkel sich fragen lassen, wessen Interessen sie vertritt. Unsere, die deutschen, können es nicht sein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Eugen Kaiser

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