Die andere Möglichkeit: Auflösung der Rentenkasse

Während die Öffentlichkeit schon mal medial auf die Kürzung von Betriebsrenten eingestimmt wird und SPD-Scholz die Besserstellung der Bezieherinnen von Mütterrenten aus den Töpfen der gesetzlichen Rentenversicherung bezahlen will (nichts gegen die Mütterrente, sie ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung und gehört daher steuerfinanziert), läßt man die deutsche Versicherungswirtschaft von der Leine, um die künftigen Rentner schon mal mental auf ein höheres Renteneintrittsalter vorzubereiten. Flankierend dazu hat die Bundesregierung eine „Rentenkommission“ eingesetzt, die heute ihre Arbeit aufnimmt. Das zu erwartende Ergebnis ihrer Beratungen wird wohl die Rente mit 69 sein. 
Ein Vergleich mit unseren österreichischen Nachbarn fördert Erstaunliches zutage. Dort geht man mit 55 Jahren! in den Ruhestand und ein Rentner erwirbt bei ähnlicher Lebensleistung nahezu die doppelten! Ansprüche wie sein deutscher Zeitgenosse. Wie ist das möglich, fragt man sich? Die Antwort ist einfach: dort weiß man die Leistung der Generation Rentner zu schätzen und stattet sie mit einer auskömmlichen Rente aus, bzw. billigt ihnen die Früchte ihrer Arbeit zu. Bei uns hingegen scheint das einen nimmersatten Staat in keiner Weise zu interessieren. In geradzu scham- und skrupelloser Weise bedient er sich an den Altersrücklagen seiner Bürger. 40% versicherungsfremder Leistungen, für die nie Beiträge eingezahlt wurden und für die die Solidargemeinschaft aller Steuerzahler aufkommen müsste, nimmt er auf diese Weise Jahr für Jahr aus dem Rententopf, um sich dann lauthals und wider besseres Wissen über Steuerzuschüsse an die Rentenkasse zu beklagen, die in Wahrheit nur einen Bruchteil dessen betragen, was er sich zuvor herausgenommen hat.
Auf diese Weise ruiniert man normalerweise jedes System und bringt die Betroffen auf die Barrikaden. Nur eben nicht in Deutschland. Hier läßt es sich der Bürger gefallen, dass seine Regierung beständig für eine private zusätzliche Altersvorsorge wirbt, während sie ihm diese durch eine anhaltende Politik des billigen Geldes ganz und gar verunmöglicht, was der Quadratur des Kreises entspricht. Und womit löst man nun das Problem? Ganz einfach: Absenkung des Rentenniveaus, Heraufsetzung des Renteneintrittsalters, Erhöhung der Beiträge (wird kommen). Der Michel schluckt´s. 
Die andere Möglichkeit: Auflösung der Rentenkasse. Nachdem man diese im Jahre 1989 geplündert hat, 190 Milliarden DM für die Wiedervereinigung, könnte man nun ihre kümmerlichen Reste in den Bankenrettungsfonds zur Konkursabwendung südländischer Banken überweisen oder Panzer gegen die putinsche Aggression kaufen, um hier nur zwei Beispiele sinnvoller Mittelverwendung anzuregen. Die Menschen im Land läßt man arbeiten bis sie das Zeitliche segnen und sollten sie eines Tages, was eher unwahrscheinlich ist, nicht mehr arbeiten können, überläßt man sie ganz einfach ihrem Schicksal. Sie sparen damit Monat für Monat ihre Rentenbeiträge, was als unwiderlegbares Argument seitens der Rentenabschaffer ins Feld geführt werden könnte. Leider hat das Ganze aber doch noch einen Haken: aus welcher Schatulle bedient sich der klamme Staat, wenn mal wieder gähnende Leere in der Kasse herrscht? 

Ein Gedanke zu „Die andere Möglichkeit: Auflösung der Rentenkasse

  1. francomacorisano

    Tatsache ist, dass sich mehrere Bundesregierungen an der Rentenkasse bedient haben, Union/FDP und Rot/Grün. Außerdem wurden der Rentenkasse Leistungen aufgebürdet, die gesamtgesellschaftlich zu finanzieren sind und nicht alleine durch die Rentenbeitragszahler.

    Das aktuelle Rentensystem ist ungerecht. Viele Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, bekommen im Alter nicht viel mehr als andere, die nie oder nur wenig gearbeitet haben. Jetzt wird uns noch das Märchen erzählt, dass die Flüchtlinge einmal unsere Rente bezahlen werden. Die allermeisten Flüchtlingsdarsteller sind sehr wenig gebildet, entstammen der Unterschicht der Herkunftsländer. Viele können ihre eigene Sprache nicht richtig lesen und schreiben. So jemand wird nicht richtig Deutsch lernen und niemals von seiner Arbeit leben können. Diese Flüchtlingsdarsteller kosten unser Sozialsystem nur Geld. Wir brauchen sie nicht. Abschieben und zwar SOFORT!

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