Die SPD und die Glaubwürdigkeit

Auf die Journalistenfrage :“Schließen Sie aus, dass die SPD noch einmal in eine große Koalition geht“? antwortete Martin Schulz mit: „Definitv ja“! und, Opposition und Absage an große Koalition, ohne jede Hintertür! Basta! Glaubwürdigkeit der SPD steht auf dem Spiel“! Zitat:  Ralf Stegner, SPD. Hatten wir schon einmal, das mit der SPD und ihrer Glaubwürdigkeit. Die Älteren werden sich erinnern. Vor der Wahl 2005 :“Mit uns  (SPD) wird es keine Mehrwertsteuererhöhung geben“. Danach wurde diese Steuer um 3% erhöht.  Die „Sondierungen“ im Nachgang zur Bundestagswahl haben ungewollt mehr über den Zustand und die Befindlichkeiten insbesondere der Großkoalitionäre zutage gefördert, als diese  in ihrem inhaltsleeren Kuschelwahlkampf preiszugeben bereit waren.
Beim Wähler hat das zu zusätzlichem Erkenntnisgewinn geführt, er ist klüger geworden und würde heute anders entscheiden. Und das Wählervotum des Souveräns ist es, wovor man sich, zu Recht,  fürchtet. Es gilt daher Neuwahlen mit allen Mitteln zu verhindern. Und zu ihrer Vermeidung ist Stegner´s postulierte „Glaubwürdigkeit“  eher hinderlich. Sie wird  nun als unnötiger Ballast über Bord geworfen. So wird denn auch letztlich eine Mehrheit der 450 Tausend SPD-Mitglieder, das sind weniger als 0,6% unserer Gesamtbevölkerung, für eine Neuauflage der sog. „GroKo“  und damit für ein „weiter so“ des politischen Stillstandes in unserem Land stimmen. Begründen wird man das mit der Pflicht zur  Übernahme „staatspolitischer Verantwortung“ als übergeordnetes Ziel. In Wahrheit jedoch (ver)locken Macht, Mandate und Posten. Volkes Interessen haben sich dem gefälligst unterzuordnen.  Es wird in einer existenziellen Frage erst gar nicht mehr gefragt.

2 Gedanken zu „Die SPD und die Glaubwürdigkeit

  1. Winfried Gruszin

    Sehr geehrter Herr Kaiser,
    wie immer haben Sie einen sehr guten Beitrag geschrieben.
    Besonders der letzte Satz Ihres Beitrages, das Volk hat sich unterzuordnen.
    Erwähnenswert finde ich auch, mit welcher Verachtung Herr Dobrindt den Willen der Bürger kommentiert,
    als „Zwergenaufstand“.
    Ich bin gespannt, wann die Masse der Bundesbürger endlich merkt, wie sehr sie von den Etablierten Parteien vera……… wird.
    Winfried Gruszin

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