Zinsmilliarden aus Griechenland

„Neue Milliarden für Griechenland“, so lautet die Überschrift eines Artikel in der heutigen Ausgabe der Rhein-Zeitung. Dazu ein Bild mit einem strahlenden Finanzminister Schäuble, (der sich)“…über Milliarden aus Zinsgewinnen mit Krediten für Griechenland freuen kann…,“ so der Begleittext zum Foto.

Der Staat Griechenland ist pleite. Die künstliche Beatmung, drastischer ausgedrückt, die Konkursverschleppung seitens der Gläubiger, EZB/Euro-Länder und zu einem Anteil von nahezu 30% unseres Landes hat den Gang zum Konkursrichtes bisher verhindert bzw. hat auf Betreiben von Frau Merkel („…scheitert der Euro, dann scheitert Europa!“) und ihrem Finanzminister (noch) nicht stattgefunden.

Ein Straftatbestand in unserem Land, begangen von einer Regierung, die sich in zunehmender Weise leichtfertig über Recht und Gesetz hinwegsetzt und Entscheidungen nach der eigenen, fragwürdigen Moral herbeiführt. Beispiele dafür gibt es zuhauf. Angefangen vom Bruch der Maastricht-Verträge, der Ausserkraftsetzung der No-Bail-Out Klausel, der sog. „Energiewende“ mit der gesetzwidrigen Abschaltung genehmigter Kernkraftwerke, der grundgesetzwidrigen Öffnung unserer Grenzen mit all den fatalen Folgen, die wir Tag für Tag neu erleben müssen, sowie der Hals- über Kopfentscheidung der Regierung zur Bespitzelung von 82 Millionen Bundesbürgern verbunden mit der Zensur der sozialen Netzwerke.
Nun ein Lichtblick (so im Bericht): Der Finanzminister freut sich über Zinsmilliarden. Zinsmilliarden eines Pleitestaates. Bislang sollen es 1,3 Milliarden Euro gewesen sein.  Weitere Milliarden sollen folgen. Derweil, so heißt es im Text, werde Griechenland bald wieder „frisches Geld“ (das sind Kredite) am Kapitalmarkt aufnehmen. Damit werden selbstverständlich fällige Kredite verlängert (von einer Tilgung kann hier nicht die Rede sein) und die Zinsen hierfür an die Gläubiger ausgezahlt. Einer davon ist unser Land. Weitere Rettungsmilliarden in Höhe von 7,7 Milliarden Euro sind bereits durch den ESM bewilligt, der Haftungsanteil unseres Landes hierfür: 30%, damit rd. 2,3 Milliarden Euro. Damit stehen diese 2,3 Milliarden Euro uneinbringlicher Forderungen 1,3 Milliarden an Zinsgewinnen gegenüber. Welch ein „Geschäft“!
Zusätzlich werden seitens des IWF weitere Schuldenerleichterungen gefordert. Von Tilgungsstreckungen bis 2070 ist die Rede, was im Hinblick auf die lange Distanz in Verbindung mit der Inflationsrate, einem Totalverzicht der Gläubiger, andersrum, einem Schuldenerlaß des Schuldners gleichkommt. Dazu soll auf Zinszahlungen verzichtet werden. Somit werden auch diese „Einnahmen“, die nichts anderes als ein Taschenspielertrick (linke Tasche, rechte Tasche) sind,  zukünftig entfallen. 
Die bisherigen „Zinszahlungen“ durch Griechenland sind kreditfinanziert, d. h. wir gewähren Kredite, mit welchen die Griechen ihre Zinsen an uns zahlen. Diese verbuchen wir dann als Einnahmen, wohlwissend, dass dieser Pleitestaat nicht im Entfertesten daran denkt, d. h.  weder in der Lage noch Willens ist, uns auch nur einen einzigen Cent unserer Forderungen zurückzuzahlen. Ein Totalverlust also. 50 bis 80 Milliarden stehen für uns im Feuer, genaue Zahlen sucht man vergeblich. Sie werden geschickt verschleiert.  
Hieraus ein Geschäft, also lukrative Zinseinnahmen, zu konstruieren und dann noch, wie die Partei „Die Grünen“ es fordert, diese  als ein „Zeichen der Solidarität“ an Griechenland zurückzuüberweisen kann nur als eine pathologische Wahrnehmungsstörung im Endstadium diagnostizert werden. 
Das alles weiß auch unser Finanzminister. Die Freude hierüber wird sich bei ihm, anders als im
Bericht dargestellt, in sehr engen Grenzen halten.  
 

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