Freundschaft – ein Desaster

Es klingt nach Zynismus, wenn Thomas Spang in seinem Kommentar in der Samstagsausgabe der Rhein-Zeitung die Frage stellt „Ist Putin jetzt Trumps bester Freund“? Nicht nur in diesem Artikel läßt der Autor seiner Abneigung gegen die beiden mächtigsten Politiker auf der Welt freien Lauf. Das sei ihm unbenommen. Es trübt jedoch erkennbar sein Urteilsvermögen. So mutmaßt er über den „Beginn eines unheiligen Pakts…oder das Ende eines kurzzeitigen Flirts, der mit der Einmischung Russlands zugunsten Trumps begann…“
Weiter schreibt er von der mit „hoher Gewissheit (…) festgestellten Einmischung Moskaus in die Präsidentschaftswahlen und den Ermittlungen wegen möglicher Verschwörung (Trumps) mit den Russen…“. Nach einer Vorlage Obamas, demütigt der Kommentator Russland als „Regionalmacht“ und bezichtigt Trump, „Moskaus Geschäft“ der europäischen Spaltung sowie die Schwächung der Nato zu betreiben. Zum Schluß seiner Ausführungen befürchtet! er, „dass Trump einen neuen besten Freund (Putin) gefunden hat“. Welch ein Desaster!
In dem  Kommentar ist die Rede von „hoher Gewissheit“ der Einmischung Moskaus in die Präsidentschaftswahlen und „möglicher Verschwörung“(Trumps) mit den Russen, mit anderen Worten, es liegen nichtmal die dürftigsten Beweise für derartig unhaltbare Beschuldigungen vor, was den Autor jedoch nicht daran hindert, aus Unbewiesenem „…das Schlimmste zu befürchten.“ Eine beschämend armselige Argumentation für einen investigativen Journalisten. Was „das Schlimmste“ sein soll, verrät er uns  ebensowenig.
Was, so muß  Herr Spang sich fragen lassen, hat er gegen eine Freundschaft zwischen den Repräsentanten zweier gigantischer, sich derzeit feindlich gegenüberstehenden Mächten, deren gegenseitige Sympathien die Hoffnung auf Entspannung und friedliche Koexsistenz der Völker den Menschen weltweit neuen Mut machen?  Kennt er darüberhinaus  nicht die strategische Lage unseres Landes und ist ihm nicht bewußt, wessen Territorium im Falle einer militärischen Eskalation eine Vernichtung apokalyptischen Ausmaßes zur Folge hätte?
Herrn Spang ist dringlichst zu raten, die eigene Position zu überdenken, statt in propagandistischer Weise gegen jene zu hetzen, die sich erkennbar um friedliche Lösungen bemühen.

 

Ein Gedanke zu „Freundschaft – ein Desaster

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