Archiv für den Monat: Juni 2017

Klimawahn vor dem Aus

Er hat es getan. Die Empörung darüber in Politik und Medien ist gigantisch. Es herrscht Hysterie. Da hat es doch tatsächlich ein Politiker gewagt, sein Wahlkampfversprechen, wofür er (auch) gewählt wurde, einzuhalten. Unglaublich! Derartiges geht gar nicht! „Unfair“, vom Wähler(!), nannte es seinerzeit Franz Müntefering (SPD) , wenn dieser (der Wähler) die Umsetzung der ihm vor Wahlen abgegebenen Versprechungen hernach von den Politikern einfordere. Der neue Politik-Dämon mit Namen Donald Trump hat offensichtlich eine völlig andere Sicht eines Vor-/Nachwahlverhaltens. 

Weiterlesen

Hat die Scharia bereits unsere Internet-Verträge erreicht?

Meine Telefon-Nummer ist ein Teil meiner Person. Seit zwanzig Jahren steht sie auf meinen Visitenkarten, auf amtlichen Dokumenten und ist meinen Freunden im In-und Ausland bekannt. Von der guten, alten Post einst vergeben, zur Telekom übertragen und schließlich vor 7 Jahren in meinen ersten Kabelinternet-Vertrag (neu-deutsch) portiert. Da ich meine Internet-Verträge meist alle zwei Jahre kündige und bei dem gleichen Kabelanbieter mit einer größerer Datenrate neu abschließe, war es auch Routine, als ich im großen Elektromarkt der Stadt meine Unterschrift unter einen 2-seitigen Auftrag setzte.

Ich fragte dann nach der Portierungs-Liste, wo ich meine Telefonnummer und Faxnummer wie üblich eintragen könne und es wurde geantwortet, das ginge erst zum Anfang des Vertrages am 28. Mai und würde bis zu 14 Tage dauern.

Höchst alarmiert rief ich die Hotline des Kabelnetz-Anbieters an, wo mir gesagt wurde, dass seit Februar dieses Jahres eine interne Portierung der Rufnummern nicht mehr möglich sei. Total geschockt, stammelte ich, dass ich dann meinen Auftrag stornieren müsse. „Viel Glück“ sagte der Kundenberater, „aber in einem Geschäft abgeschlossene Verträge sind unanfechtbar“.  Ich erwiderte, dass dies kein Vertrag sondern nur ein Auftrag sei, und zudem auf falschen Prämissen beruhe, aber wurde belehrt, dass dies nur ein Synonym sei und Wort gegen Wort stünde. Shang Hai reloaded: (damals wurden betrunkene Männer durch ihr Kreuzchen auf Bierdeckeln als Matrosen zwangsverpflichtet).

Nicht daran glaubend fuhr ich dreimal zum Elektromarkt, bis ich den vom Fasten geschwächten Mitarbeiter vorfand. Er behauptete, er hätte mir doch gesagt, dass eine Portierung der Nummern unmöglich sei und sein Statement von 14 Tagen sich auf einen Wechsel des Anbieters bezöge.

Bedeutet: wenn ich den Anbieter in einem Kurzvertrag gewechselte hätte und dann wieder mit dem Kabelanbieter neu abgeschlossen hätte, wären die Nummern portierbar geworden. Ich sagte nur noch, „das ist ja wie in der Scharia und sah ein Lächeln und Verstehen in seinem Blick.

(Per Scharia kann ein Rechtgläubiger, der seine Frau geschieden hat, sie erst wieder heiraten, nachdem sie ein anderer Mann geheiratet, mit ihr die Ehe vollzogen und dann wieder geschieden hat, sei es auch nur für eine Nacht).

Hierzu ein Film mit Adel Imam, einem ägyptischer Komödianten: https://www.youtube.com/watch?v=qpiWOmLmqUI

Letztendlich habe ich meinen Vertrag durch die Abteilung: „Kündigungsvermeidung“ bei der Kabelfirma wieder für zwei Jahre erneuert, jedoch andere Abteilungen der Firma drohen mir mit Schadenersatzansprüchen und geben keine Ruhe.

Wenn es einen kundigen Leser gibt, könnte er mir bitte einen Rat geben, was ich unternehmen soll?