Das Taqiya-Prinzip

Über die heilige Pflicht des Lügens im Islam

Dr. Walter Ott                                                                                             Staudernheim, 24.04.2017

Nach der christlichen Heilslehre ist das Gebot „Du sollst nicht lügen, führe kein falsches Zeugnis wider Deinen Nächsten“ Teil der Moses offenbarten zehn Gebote. Damit wurden die wesentlichen Normen sittlichen Handelns festgelegt, die Gott dem Menschen ins Herz geschrieben hat.

Die Fähigkeit des Menschen mit seiner Vernunft und dem Gewissen die Normen sittlichen Handelns zu erkennen, bezeichnet man als „sittliches Naturgesetz“.

Abu J-Hasan al-Asari, islamischer Theologe, um 1000 n.Chr. hat diese Fähigkeit bestritten: Nur was im Koran als sittlich bezeichnet wird, ist gut und was als unsittlich bezeichnet wird, ist schlecht. Die höchste Autorität kommt dem unveränderlichen Koran und der Scharia zu.

Aus der Hadith-Sammlung von Abu Dawud ein Zitat Mohammeds zur Taqiya (Lüge): „Lügen ist eine Sünde, außer einer Lüge, die dem Muslim Nutzen bringt“.

Davon leitet die islamische Theologie das Gebot der Taqiya als heilige Pflicht ab: „Wisse, dass die Lüge in sich nicht falsch ist. Wenn eine Lüge der einzige Weg ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist sie erlaubt. Daher müssen wir Lügen, wenn die Wahrheit zu einem unangenehmen Ergebnis führt!“ (Imam Al Ghazzali 1059-1111).

In Sure 3,54 finden Muslime die göttliche Erlaubnis für ihre Kunst der Täuschung durch Lügen: „Und sie schmiedeten eine List, und Allah schmiedete eine List, und Allah ist der beste Listenschmied.“ Die Erklärung dazu liefert die Fatwa Nr. 19876 der Al-Azhar Uni Kairo: Man lässt die Ungläubigen (Kuffar) im Unklaren über seine wirklichen Ziele. Taqiya als Mittel zur Verschleierung der wahren Absicht, Taqiya für die Sache Allahs spielt im Dschihad eine wichtige Rolle.

Das Taqiya-Prinzip findet seinen Niederschlag auch in der Scharia:“ Wenn es möglich ist, ein Ziel nur durch Lügen und nicht durch die Wahrheit zu erreichen, dann ist die Lüge erlaubt, wenn das Ziel eine erlaubte Handlung ist und obligatorisch, wenn das Ziel (Welteroberung) obligatorisch ist.

Islamische Ethik ist rein utilaristisch: Moralische Kategorien wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Gut und Böse spielen also nur im Hinblick auf die jeweilige Nützlichkeit für den Islam eine Rolle und sind daher relativ. Beim Taqiya-Prinzip handelt es sich um das gigantischste und erfolgreichste Täuschungsmanöver in der Geschichte der Menschheit. Die faschistoide, machiavellistische Herrschaftsstruktur verschafft dem Islam eine maximale Effizienz bei seinem Streben nach uneingeschränkter Macht. Diesem Machtanspruch ist jedes Mittel recht und wird weder durch moralische noch ethische Kriterien eingeengt (siehe auch Merkelismus und Erdowahn).

Da die Suren  göttliche Offenbarung sind, ist selbst die geringste Kritik Gotteslästerung und wird mit dem Tode bestraft. Reformversuche, die sich nicht mit den Inhalten des Koran decken, sind gemäß des Allmachtsanspruchs Angriffe auf die göttliche Struktur des Koran und damit auf Allah selbst. Daher ist der Islam (im Gegensatz zum Christentum, Buddhismus) vom Wesen her immun gegenüber Reformen und Anpassungen an gesellschaftliche Fortschritte.

Die meisten friedlichen Muslime kennen nur die toleranten Koranverse aus der mekkanischen, frühen Phase. Der intolerante, hasserfüllte Islam der medinaischen, späten Phase ist der Wegbereiter des islamischen Terrors. Die unangreifbare Definitionsmacht der Imame beruht auf dem Prinzip der Abrogation: Spätgesagtes ist bedeutender und erklärt so die Dominanz der Suren aus der Spätphase (Hassphase) über die der Frühphase (Friedensphase).

Ayatholla Chamenie (Iran): „Täuschung, Hinterlist, Verschwörung, Betrug, Stehlen und Töten sind nichts als Mittel für die Sache Allahs“. Er beruft sich – wie die satanischen Islamisten—auf die Spätphase. Die fatale Situation, dass sich sowohl Hassprediger als auch Friedensprediger zu 100 % auf die Texte des Koran und der Hadithen beziehen, bildet einen gordischen Knoten, den auch Hamed Abdel-Samad (einst Muslimbruder, heute Islamkritiker) selbst mit seinem Buch „Der islamische Faschismus“ nicht durchschlagen konnte. Das „Taqiya-Prinzip“ wird von allen zur Realisierung der Ziele genutzt.

Mekka- und Medina-Islam unterscheiden sich nur in der Geschwindigkeit der Realisierung seiner Ziele: die Errichtung der islamischen Weltherrschaft. Die Mekka-Islame werden das Kalifat Deutschland durch hohe Geburtenrate wohl erst in zwei Generationen errichten können und erfüllen in Bezug auf die angebliche Friedlichkeit des Islam den Taqiya-Auftrag ihrer Religion, nämlich Täuschen und Tarnen,  in besonderem Maße.

Es ist eine naive Illusion zu meinen, es gebe ein konfliktfreies multikulturelles Miteinander. Wo der Islam die Macht ergreift, verändert sich die gesamte Kultur radikal. Schweden zeigt, wohin die Reise geht und ich verweise auf den Bericht der Journalistin Sanna Hill über die Verwandlung ihres Landes vom einstigen Wohlfahrtsstaat in eine Multikulti-Hölle.

In seinem 2016 erschienenen Buch „Immigration. La Catastrophe–Que faire?“ beschreibt Jean-Yves le Gallou den Zerfall der französischen Gesellschaft. Er bestreitet die Hypothese der Linken, der islamische Terrorismus habe seine Ursache in der sozialen und rassistischen Ausgrenzung der europäischen Moslems. Den geneigten Leser konfrontiert er mit folgenden Fragen:

  • In welchem Land der Welt leben die Moslems friedlich und harmonisch mit ihren Nachbarn?
  • Wie hat sich der Islam ausgebreitet, durch Frieden oder Eroberung?
  • Warum gibt es die Integrationsverweigerung nur bei Moslems?

Papst Benedikt XVI kritisierte 2006  in seiner Regensburger Rede die Intoleranz des Islam. 143 islamische Gelehrte dankten es ihm. Der offizielle Islam nahm ihm das übel: zwei Nonnen wurden ermordet, die Westbank brannte.

Robert Sarah, Oberhaupt der Kirche in Guinea, fragt in seinem Buchtitel (2015) „Gott oder nichts“: „Wie viele Tote braucht es, wie viele abgeschlagene Köpfe, bis die europäischen Regierenden die Lage begreifen, in der sich der Westen befindet?“ Gender Mainstream und islamischer Staat vergleicht er mit den Bestien aus der biblischen Apokalypse.

Facit: Die Abgrenzung des Islamismus vom Islam ist ein willkürliches Konstrukt, um den Islam vom Gewalt- und Taqiya-Vorwurf zu entlasten und dem die allermeisten Medien des Westens so auf den Leim gegangen sind .

Dr. Walter Ott

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Ein Gedanke zu „Das Taqiya-Prinzip

  1. Ulrich Meyer

    Die zehn Gebote Gottes die Mose auf dem Berg Sina auf der Halbinsel Sina von Gott empfangen hat,sind für für ein geregeltes Zusammenleben massgebend!!!

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