Das Zauberwort heißt Anpassung

Die Reaktionen auf das Grundsatzurteil des EuGH, wonach Firmen unter bestimmten Umständen das Tragen von Kopftüchern am Arbeitsplatz verbieten dürfen, haben erwartungsgemäß nicht lange auf sich warten lassen. Danach sieht der Zentralrat der Muslime in dem Urteil eine „Abkehr von verbriefen Freiheitsrechten“, der Grüne Volker Beck erkennt darin „kein gutes Signal für Freiheit und Pluralismus“ und die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes warnt gar die Arbeitgeber mit den Worten „Die Arbeitgeber sollten sich in Zukunft gut überlegen, ob sie sich durch Kopftuchverbote in ihrer Personalauswahl einschränken wollen“.

 Es sind nicht nur muslimische Kopftuchträgerinnen, denen „verbriefte Freiheitsrechte“ in unserem Land zustehen. Nein, auch derjenige, der Arbeitgeber, der diesen Frauen Beschäftigung, Arbeit und Brot bietet hat Rechtsansprüche. Er entscheidet darüber wen er in seinem Betrieb einstellt und er hat das unbestreitbare Recht dazu. Denn allein er ist es, der das unternehmerische Risiko für seine (Personal) Entscheidungen trägt. Der muslimische Zentralrat ist dabei nicht im Obligo. Dessen Stellungnahme zum Urteil ist deplaziert, sie ist absurd.

Was die von Beck beschworene „Pluralität“ in unserer mittlerweile kunterbunten Republik zeitigt, ist tagtäglich in der Zeitung zu lesen, sofern überhaupt darüber geschrieben wird. Jeder mag sich da sein eigenes Bild machen.
Der „Rat“ der mit (nicht unerheblichen) Mitteln der Steuerzahler sorg- und risikolos lebenden Antidiskriminierungsbeauftragen an sich hartem wirtschaftlichen Wettbewerb unterworfene, nicht selten um die eigene Existenz ringende Arbeitgeber, wonach diese sich nicht in ihrer „Personalwahl einschränken“ sollten, ist infantil und entlarvt die Realitätsferne und Weltfremdheit von Frau Lüders. Jeglicher Kommentar dazu erübrigt sich.
Abschließend sei vermerkt, dass niemand dazu gezwungen wird, sich in unserem Land anzusiedeln. Entscheidet er sich jedoch  aus gut nachvollziehbaren Gründen für ein Leben in Deutschland (die Tür dazu steht ja mittlerweile jedem Bürger auf unserem Planeten offen)  so hat er sich den Sitten und Gebräuchen der neuen Wahlheimat unterzuordnen. Das ist weltweit (außer bei uns) eine außer Frage stehende Selbstverständlichkeit.  Das Zauberwort heißt Anpassung und einzig und allein damit kann die vielbeschworene Integration gelingen.