2 Gedanken zu „Unser Wetter

  1. Brunk

    Hallo francomacorisano,

    Die Partei ist jung, aber die gewählten Mitglieder, so wie ich das sehe, haben doch schon ein gewisse politische Erfahrung gesammelt, viele in der CDU, einige in der SPD und andere im eigentlichen, wahren Leben.
    Seit 2011 wird in Deutschland allerdings merklich (nicht zu verwechseln mit MERKELich) nur noch rot-rot-grüne Politik gemacht, wobei die AfD von den etablierten, bisweilen faul-bräsigen Parteien diffamiert, diskreditiert und allgemein schlechtgemacht wurde.
    Gegen diesen Shitstorm muss eine junge Partei ersteinmal in der Lage sein anzukämpfen, was der AfD mittlerweile sehr gut gelungen ist.
    Erst wenn die Landtagswahlen im märz 2016 vorbei sind, wird man kein so leichtes Spiel mit den Interessen der AfD-Wählern mehr haben.
    Danach werden wichtige Themen neu diskutiert….

  2. francomacorisano

    Die AfD wurde als Euro-kritische Partei gegründet. Das ist ihr Markenkern. Sie ist bei diesem Thema derzeit aber einfach zu leise, wobei die aktuelle Diskussion um Griechenland und die beängstigende Geldmengenausweitung der EZB ihr eigentlich genügend Steilvorlagen liefern.

    Die AfD wurde auch als Alternative zu den Altparteien gegründet, die sich in ihren Inhalten inzwischen kaum noch unterscheiden. Widerstand gegen die unkontrollierte Zuwanderung, die Gewaltbereitschaft des radikalen Islam und eine völlig verfehlte Gesellschaftspolitik (Gender Mainstreaming, Übersexualisierung, staatliche Eingriffe in die Familienpolitik, …) müssen daher das zweite Standbein der AfD sein. Dabei muss die AfD auch aggressiv auftreten. Nur Protestpartei sein ist aber zu wenig.

    Es ist eine Unterlassungssünde der AfD, dass die Verabschiedung eines Grundsatzprogrammes so lange hinausgezögert wurde! Der aktuelle “Flügelstreit” hätte nicht derart eskaliert können, wenn klar wäre, welche Inhalte zur AfD gehören und welche nicht! Ich persönlich rechne mich keinem der beiden Flügel zu, denn ich will keine FDP-Kopie lediglich ergänzt um Euro-Kritik, aber auch keine Neuauflage der Republikaner. Auf keinen Fall will ich einen, für Rechts- und Linksextremisten gleichermaßen typischen, Anti-Amerikanismus, auch wenn derzeit in Washington ein sehr zweifelhafter Typ Präsident ist. Das wird sich wieder ändern.

    Die AfD ist noch eine junge Partei. Viele Mitglieder hatten zuvor keine Erfahrungen im Politikbetrieb samt Taktik und Strategie, bzw. im Umgang mit den Medien. Viele nehmen sich persönlich zu wichtig, manche gar sehen egoistisch Chancen für den schnellen Aufstieg. Unterschiedliche Ansichten und Temperamente sind normal. Überall. Aber die Mitglieder der AfD müssen unbedingt lernen, dass Politik ein Mannschaftsspiel ist. Streit, und den gibt es auch in jeder Familie einmal, muss hinter verschlossenen Türen ausgefochten und mit einem Kompromiss beigelegt werden. Alles andere nutzt nur dem politischen Gegner und schadet der eigenen Sache!

    Nur eine starke AfD kann die Altparteien thematisch vor sich her treiben und notwendige Veränderungen einleiten. Eine zweite Chance werden wir so schnell nicht bekommen!

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