Studium für alle ?

AfD Rheinland-Pfalz: „Studium für Alle“ ist nicht zielführend!

 Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat angekündigt, in ausgewählten Studiengängen zukünftig Bewerbern ohne Abitur und ohne jede Berufserfahrung den Hochschulzugang zu ermöglichen: bereits die Mittlere Reife und die Gesellenprüfung in einem beliebigen Beruf sollen den Hochschulzugang ermöglichen. Wie Bildungsministerin Reiß im SWR erklärte, soll das Hochschulgesetz verändert werden, um weitere Hürden für ein Studium abzubauen.

Die AfD Rheinland-Pfalz lehnt derartige Experimente kategorisch ab. Nachdem durch die ideologisch bedingte teilweise Abschaffung des gegliederten Schulsystems und Reformsucht in den Schulen das Bildungsniveau in den letzten Jahrzehnten dramatisch gesunken sei, drohe jetzt auch noch eine Verschlechterung der Qualität des Studiums durch weitere Verwässerung der Aufnahmekriterien. Schon heute klagten Hochschulen über die mangelnden Studienvoraussetzungen vieler Abiturienten. In mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern seien Abbruchquoten von über 50 Prozent in den ersten Semestern die Regel. Es sei vollkommen falsch, in dieser Situation die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium weiter aufzuweichen. Im Gegenteil würde man viele junge Menschen damit überfordern, mit einem mittleren Schulabschluss und ohne Berufserfahrung ein nicht berufsgebundenes Fachhochschulstudium aufzunehmen. Enttäuschungen auf allen Seiten, Verschwendung von Steuergeld und eine weitere Nivellierung der universitären Bildung seien damit vorprogrammiert.

Die AfD Rheinland-Pfalz fordert eine bildungspolitische Wende hin zu mehr Vielfalt und Leistung. Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu erhalten, brauche es sowohl eine breite berufliche Bildung als auch die Förderung herausragend begabter junger Menschen an der Universität. Die Akademisierungswut der Landesregierung sei Ausdruck einer ideologischen Gleichmacherei, die an der Realität scheitern müsse. Die AfD setzt dagegen unter dem Motto „Meister statt Master“ auf eine den individuellen Fähigkeiten angepasste Ausbildung, mit der sowohl der Bedarf an tüchtigen Fachkräften als auch an wissenschaftlich qualifizierten Hochschulabsolventen gedeckt werden könne. Nur so könne der „Standort Deutschland“ auf Dauer gesichert werden.

Dr. rer. pol. Jan Bollinger
Alternative für Deutschland (AfD)
Landesvorstand Rheinland-Pfalz